Undine (2001)

Ein Saal im königlichen Palast. König und Königin sitzen auf ihrem Thron, Hofdamen tuscheln über die neusten Geschehnisse. Mittendrin streiten sich zwei junge Damen über das schlechte Benehmen der anderen, die unübersehbare Warze des Königs und um die Liebe eines Mannes.
Nein, es ist keine Szene aus einem der uns bekannten Königshäuser, sondern eine aus Jean Giraudoux Theaterstück „Undine“, das diesen Sommer von der Theater-Ag aufgeführt wurde.
Die Geschichte erzählt vom edlen Ritter Hans ( Conrad Mayntz) der eines Tages auf den Wassergeist Undine ( Sarah Pluschke und Sarah Nagler) trifft und sich in sie verliebt. Dies wäre auch nicht weiter tragisch, wenn nicht seine Verlobte, die Gräfin Berthalda (Janina Rehfisch), auf ihn warten würde. Aber auch Undines Onkel, der mächtige Wasserkönig (Marvin D’Oppong), ist nicht sehr erbaut über ihre neue Liebschaft. Er will Undine nur gehen lassen, wenn sie mit ihm einen Packt schließt: Sobald Hans sie betrügt, wird er sterben und sie ihr Gedächtnis verlieren und zu ihrem Onkel zurückkehren.
Zurück bei Hofe trifft Hans jedoch wieder auf Berthalda und wird seiner jetzigen Frau untreu. Trotzdem versucht Undine alles was in ihrer Macht steht um den ahnungslosen Hans vor seinem Tod zu retten, aber vergebens: er stirbt in ihren Armen.
Im September 2000 begann die Theater-AG in neuer Besetzung, rund 20 Personen, mit den Proben für dieses Stück, schließlich gab es viel zu tun. Denn neben den vielen Schauspielproben mussten das Plakat entworfen, Kostüme ausgesucht und genäht und Photos für die Bildprojektion am Ende des Stücks gemacht werden.
Ebenfalls brauchten wir die richtige Musik und natürlich ein passendes Bühnenbild.
Ja, und da gab es dann die glorreiche Idee, die drei Nixen (Maike Preuß, Sylvia Glauer und meine Wenigkeit) aus dem „Loch“ im Aula-Boden erscheinen zu lassen. Gesagt, getan! Das Loch der ursprüngliche Souffleurkasten - wurde so gut es ging gesäubert, und da saßen wir nun, den ganzen 1.Akt über eingebettet in Kissen und ausgestattet mit Milka – Schokolade und grünen Äpfeln. Und dann kam Frau Nienhaus die Idee: Rauch und Nebel!!! Demnach saßen wir dort nicht nur halbnackt und frierend, sondern auch noch reichlich benebelt. Dafür wurden uns dreien, wegen unserer grandiosen Position im Aula-Boden, einige kleine, aber höchstwichtige Aufgaben zugetragen! So wurde „Undine“ immer daran erinnert zu lächeln und ihren „Hans“ anzuhimmeln, und sogar Gegenstände wuchsen wie von Geisterhand aus dem Boden.
Im Juni 2001 war es dann soweit: der Tag der Premiere rückte unweigerlich näher. Langsam aber sicher waren die Proben nicht mehr so lustig wie gewohnt; die Nervosität stieg - und nicht nur bei den Hauptdarstellern und Darstellern. Auch Frau Nienhaus hätte das ein oder andere Mal Nerven aus Stahl gebrauchen können („Ich bringe dich um, Marvin, wenn alles vorbei ist!!!“). Doch nachdem die letzten Proben mehr oder weniger chaotisch gelaufen waren (ML: „Das war mein Einsatz, oder???“- Ja das WAR er...!) und auch die Generalprobe geschafft war, freuten sich alle um so mehr über das Erreichte und auf die Aufführungen! Und der ganze Stress hatte sich letztendlich gelohnt, denn das Ergebnis einer knapp 3-stündigen Aufführung konnte sich sehen und hören lassen!!!

| zurück | zur Startseite (Home) | eMail an den Webmaster |