Angleichungskurse

Angleichungsförderung erfolgt auf verschiedenen Ebenen:

  • durch äußere Differenzierung in Angleichungskursen zur Aufarbeitung punktueller Leistungsschwächen in den Kernfächern
    • Deutsch in den Klassen 5 bis 7 (speziell Rechtschreibförderung)
    • Englisch in den Klassen 6 und 7
    • Mathematik in den Klassen 7 und 8
  • durch Ergänzungsstunden für die gesamte Klasse in
    • Deutsch in der 5. Klasse (speziell Leseförderung)
    • Englisch in der 5. und 8. Klasse
    • Mathematikin der 9. Klasse
  • durch Maßnahmen zur Binnendifferenzierung im regulären und im Förderunterricht
  • durch „Förderung statt Nichtversetzung“ (innerhalb des Projektes „Komm mit!“)
  • durch „Schüler helfen Schülern“
  • durch Beratung und Lernbegleitung.

Schwerpunkt Leseförderung:

Lesekompetenz ist die Schlüsselkompetenz für Bildung insgesamt und der Deutschunterricht die wichtigste Sicherungsagentur für das Lesen (Hurrelmann 2003). Deshalb ist uns die Leseförderung ein ganz besonderes Anliegen. Dabei geht es sowohl um die Förderung der technischen Lesefertigkeit als auch um das Textverstehen im Sinne eines konstruktivistischen Lernens, aber auch um anspruchvolles (hermeneutisches) Verstehen.

Leseförderung, die die curricularen Elemente des Deutschunterrichtes ergänzt, findet in jeder Jahrgangsstufe statt, wie aus der nachfolgenden Übersicht zu ersehen ist:

Deutsch Lernen lernen Projekte
Klasse 5 Lesestunde (Ergänzungsstunde), Bibliotheksbesuch, regelmäßige Buchvorstellungen (in D)
Klasse 6 Lesetagebuch, Vorlesen Lesetechnik, Markieren, Strukturieren von Texten Teilnahme am Wettbewerb des deutschen Börsenvereins
Klasse 7 Lesetechnik, Inhaltsangabe Autorenlesungen, Buchausstellung
Klasse 8 Informationsbeschaffung, Präsentation (Referate) „Zeitung – Medien“
Klasse 9 Lesewerkstatt Bücherkiste, Lesewerkstatt
Einführungs­phase Texterschließungs-kompetenzen 5-Schritt-Lesemethode, verarbeitendes Lesen Büchereibesuch, begleitende Theaterbesuche

Leseförderung in der Klasse 5 wird in der Ergänzungsstunde (5. Deutschstunde als reine Lesestunde) durchgeführt und umfasst 40 Stunden im Jahr, in denen folgende Bereiche und Kompetenzen behandelt werden:

  • Konzentrationsübungen
  • Lesestrategien
  • Lesefertigkeit
  • Leseverstehen

Nach einem Eingangstest, der der Binnendifferenzierung für die Förderung des Leseverstehens dient, werden die einzelnen Module im systematischen Wechsel behandelt: Lesestrategien (5 Stunden) mit den Aspekten des diagonalen, unterhaltenden, informativen und intentionsgeleiteten Lesens; Lesefertigkeit (15 Stunden) zur Festigung des gestaltenden Lesens; Leseverstehen (20 Stunden) am Beispiel verschiedener Textsorten, deren Auswahl teilweise geschlechterdifferenziert erfolgt. Die Lesefertigkeit wird anhand eines standardisierten Beobachtungsbogens kontinuierlich diagnostiziert. Zur Feststellung des Lernfortschrittes der Leseverstehens-kompetenz erfolgt im Laufe des zweiten Halbjahres ein zweiter Test. Zusätzlich werden die Lernfortschritte quartalsweise in einem Lernentwicklungsbogen dokumentiert.

Die Lesewerkstatt ist ein mehrwöchiges Unterrichtsarrangement von etwa 10 Stunden zur besonderen Lesemotivation durch konkrete Leserdifferenzierung, das sich auszeichnet durch:

  • vielfältige Lektüren
  • individualisiertes Lerntempo
  • verschiedene Sozialformen
  • mannigfaltige Aufgaben
  • eine „Lernlandschaft“
  • Langzeitaufgaben (Lesejournal)
  • Abschlusspräsentation
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