Hausaufgaben

1. Zur Bedeutung der Hausaufgaben

Die grundsätzlichen Fragen regelt der Hausaufgabenerlass der im ersten Satz feststellt: „Hausaufgaben ergänzen die schulische Arbeit, deren wesentlicher Teil im Unterricht geleistet wird.“ Hausaufgaben sind ein wichtiger, unverzichtbarer Bestandteil des schulischen Lernens, da sie ebenso wie die Mitarbeit im Unterricht zum Lernerfolg der Schüler beitragen.
Denn Hausaufgaben

  • fördern das individuelle Lernen und die Selbstständigkeit,
  • bereiten auf Prüfungen (Klassenarbeiten, Abschlussprüfungen) vor,
  • stärken das Selbstbewusstsein,
  • erhöhen die Konzentrationsfähigkeit der Schüler.

Hausaufgaben dienen der Vor- und Nachbereitung des Unterrichtes. Sie ermöglichen es,

  • im Unterricht erworbene Kenntnisse, Fertigkeiten oder fachspezifische Techniken durch Üben und Anwenden zu sichern,
  • sich selbstständig und in ihrem eigenen Tempo mit einer neuen Aufgabe auseinanderzusetzen, erlernte Methoden anzuwenden und so ihre fachlichen Kompetenzen zu erweitern,
  • sich auf bestimmte Themen des folgenden Unterrichtes vorzubereiten.

2. Hausaufgaben und G8

Wir sind uns der Belastungen der Jugendlichen im Rahmen von G8 durch den zusätzlichen Nachmittagsunterricht bewusst. Dennoch sehen die Fachschaften aufgrund des zu bewältigenden Stoffes wenig Möglichkeiten, Übungs- und Vertiefungsphasen in die Unterrichtszeit einzubinden. Grundsätzlich müssen jedoch vorgeschriebene Regelungen beachtet werden.

2.1 Einhaltung des Erlasses (BASS 12-31 Nr.1)

  • Keine Hausaufgaben an Tagen mit Nachmittagsunterricht für den Unterricht des Folgetages!
  • Von Samstag auf Montag uneingeschränkt hausaufgabenfrei! Dasselbe gilt für alle Tage, denen ein Feiertag vorangeht.
  • Obergrenzen bezogen auf den einzelnen Tag:
  • für die Klassen 5/6: 90 Minuten
  • für die Klassen 7-9: 120 Minuten

2.2 Evaluation der Hausaufgabenzeiten

Eine zweiwöchige Evaluation der Hausaufgabenzeiten in den Klassen 5 – 9 hat gezeigt, dass derzeit nicht die Notwendigkeit besteht, über die Vorgaben hinaus Rahmenpläne für die Hausaufgabenzeiten zu erstellen. Diese wurden in allen Klassen eingehalten bzw. unterschritten.

3. Die Rolle der Lehrer

  • Hausaufgaben sollen nach folgenden Grundsätzen erteilt werden. Sie
  • erwachsen (inhaltlich und methodisch) aus dem Unterricht und führen zu ihm zurück,
  • müssen in Schwierigkeitsgrad und Umfang der Leistungsfähigkeit der Schüler angepasst sein,
  • müssen selbstständig und in angemessener Zeit lösbar sein,
  • müssen eindeutig und klar sowie rechtzeitig vor Stundenende formuliert werden, in den Klassen 5/6 ggf. schriftlich,
  • werden für die nächste Stunde ins Klassenbuch eingetragen,
  • werden besprochen und für den weiteren Unterrichtsverlauf nutzbar gemacht,
  • werden ggf. nach unterschiedlichem Leistungsniveau differenziert gestellt.

Die Klassenlehrer

  • achten darauf, dass der Hausaufgabeneintrag im Klassenbuch regelmäßig erfolgt,
  • organisieren bei Fehlzeiten von Schülern die Regelung für die Weitergabe der Hausaufgaben.

3.1 Integration der Hausaufgaben in den Unterricht

Hausaufgaben sollen vom Lehrer grundsätzlich kontrolliert und besprochen werden,

  • um hilfreiche und motivierende Rückmeldungen liefern zu können,
  • um Probleme erkennen und darauf eingehen zu können,
  • um zu signalisieren, dass eine regelmäßige und vollständige Erledigung erwartet wird.

Die Kontrolle/Besprechung der Hausaufgaben soll abwechslungsreich gestaltet werden: mit der ganzen Klasse, in Partnerarbeit, mit Hilfe von Lösungsblättern oder Folien. Gelungene Hausaufgaben sollen ausdrücklich Anerkennung finden.

3.2 Maßnahmen bei fehlenden Hausaufgaben

Nicht erledigte Hausaufgaben werden eigenständig in der nächsten Unterrichtsstunde nachgereicht. Bei wiederholtem Fehlen von Hausaufgaben werden die Eltern schriftlich benachrichtigt.

4. Die Schüler

  • notieren sich die Aufgaben gewissenhaft und selbstständig,
  • erledigen sie zum gesetzten Zeitpunkt,
  • dokumentieren bei Unklarheiten ihre Beschäftigung mit der Aufgabe durch schriftlich formulierte Fragen,
  • melden sich bei fehlenden Hausaufgaben unaufgefordert zu Stundenbeginn,
  • reichen nicht erledigte Hausaufgaben in der Folgestunde nach,
  • kümmern sich bei Abwesenheit nach Möglichkeit um die Nacharbeit.

5. Die Rolle der Eltern

Grundsätzlich sollen Hausaufgaben eigenständig und möglichst ohne Hilfe der Eltern erstellt werden. Hausaufgaben stellen für Eltern aber ein Fenster in die Schule, in den Unterricht und in das Schulleben dar. Sie können ihre Kinder als Begleiter unterstützen, indem sie:

  • die Erledigung der Hausaufgaben kontrollieren,
  • bei der Zeiteinteilung helfen,
  • für förderliche Rahmenbedingen (z.B. einen ruhigen Arbeitsplatz) sorgen
    (Hierzu finden sich auch Tipps in den Materialien der Kinder aus dem Bereich „Lernen ernen“. Siehe Schulprogramm)
  • Interesse an der Arbeits- und Lernhaltung ihrer Kinder zeigen und diese emotional unterstützen,
  • als Ansprechpartner für „kleine Tipps“ zur Verfügung stehen.

6. Unterstützungssysteme

Das Thomaeum bietet einige Maßnahmen zur Unterstützung:

  • die Entwicklung der Lernkompetenz durch den Bereich ‚Lernen lernen’,
  • die Hausaufgabenbetreuung am Nachmittag für die Klassen 5 und 6,
  • das Mentorensystem und die Förderplanarbeit,
  • die schulisch organisierte Nachhilfe.
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