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Willkommen


auf der Homepage des Gymnasiums Thomaeum!

Sehr geehrte Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, sehr geehrte „Besucher“,

wir begrüßen Sie auf unseren „Heimatseiten“ und laden Sie ein, unser „Online-Buch“ aufzuschlagen. Es freut uns, dass Sie sich für das Thomaeum interessieren und uns einen Besuch abstatten.

Mit unserem Internetauftritt verbinden wir die Hoffnung, dass Sie einen ersten Eindruck vom Leben und Lernen an unserer Schule bekommen. Lesen Sie zum Beispiel unser „Schulprogramm“, blättern Sie in unseren vierteljährlich erscheinenden „Rundbriefen“, sehen Sie sich an, was es „Aktuelles“ gibt, oder stöbern Sie im Archiv nach interessanten Zeitungsartikeln. Besonders für Eltern und Schüler der vierten Grundschulklassen haben wir die wichtigsten Informationen in unserer „Schulbroschüre“ zusammengestellt.

Unsere Homepage bietet Ihnen erste Informationen, sie kann und soll die reale Begegnung und das persönliche Gespräch mit uns jedoch nicht ersetzen. Deshalb laden wir Sie herzlich in die Schule ein. Kommen Sie zum „Tag der offenen Tür“ und zum sich anschließenden Informationsabend, besuchen Sie unsere Feste (wie unser traditionelles Thomaeerfest), nehmen Sie an unseren kulturellen oder gesellschaftspolitischen Veranstaltungen teil oder vereinbaren Sie ein persönliches Gespräch mit uns. Sie sind uns willkommen!

Leitlinie unserer Arbeit in der Schule ist das Bestreben, den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen die bestmöglichen Entwicklungs- und Bildungschancen zu bieten. Um dieses Ziel zu erreichen und jede einzelne Schülerin und jeden einzelnen Schüler soweit zu fördern und zu fordern, wie ihre und seine Anlagen es zulassen, sind die folgenden Grundsätze für uns bindend:

1.      Wir leben und arbeiten in einem von gegenseitigem Respekt getragenen Schulklima. Nur wer sich wohlfühlt, kann gute Leistungen vollbringen, und auch deshalb begreifen wir unsere Schule zuallererst als einen geschützten Ort der Geborgenheit und Zugehörigkeit. Wir gehen freundlich und fair miteinander um und vertrauen uns gegenseitig. Angst vor Klassenkameraden und Angst vor Lehrkräften sprechen wir an, und gemeinsam arbeiten wir an Konfliktlösungen. Gute soziale Beziehungen sind für ein glückliches Leben ebenso unverzichtbar wie für guten Lernerfolg. Wir kümmern uns!

2.      Wir streben im Unterricht eine Balance von Schülergemäßheit und Sachgemäßheit an, wohl wissend, dass diese beiden grundlegenden Prinzipien von Unterricht in Spannung zueinander stehen. Hartmut von Hentigs bekannte Formel „Die Menschen stärken und die Sachen klären“ deutet diese Zweiseitigkeit unseres Bildungsauftrages an: einerseits dem individuellen Schüler in seiner Befindlichkeit und in seinem Kenntnis- und Entwicklungsstand gerecht zu werden; andererseits der Sache auf den Grund zu gehen und Wissenschaftsorientierung im Blick zu haben, damit sich der Einzelne in unserer immer komplexer werdenden Welt orientieren kann und zu gestaltender Teilhabe befähigt wird.
 
Unterricht bildet den Kern von Schule, und deshalb liegt unser Hauptaugenmerk auf qualifiziertem Unterricht: Unterricht mit einer vielfältigen Lehr-Lern-Kultur; Unterricht, der sowohl den gut organisierten systematischen Erwerb von Wissen beinhaltet als auch die eher selbstständige Nutzung des Wissens in lebensnahen, problemorientierten und fachübergreifenden Situationen.
 
Als Merkhilfen unseres pädagogischen Tuns eignen sich die von der UNESCO 1996 formulierten Zielebenen von Schule:

      -     learn to know  (Wissenserwerb und Lernkompetenz),

      -     learn to do  (Handlungskompetenz),

      -     learn to be  (Selbstkompetenz),
      -     learn to live together  (Sozialkompetenz).

 

3.      Von unseren Schülerinnen und Schülern erwarten wir eine hohe Leistungsbereitschaft und ein gutes Arbeits- und Sozialverhalten. Die Freude am Lernen und die Freude an der Leistung zu fördern und zu stärken, ist Aufgabe unserer Lehrerinnen und Lehrer. Dazu gehört es auch, die Bereitschaft zu Ausdauer und Anstrengung zu entwickeln und die Erfahrung zu vermitteln, dass sich Einsatz lohnt und bereichert. Herausforderungen zu bestehen und immer anspruchsvollere Aufgaben zu bewältigen, stärkt das Selbstbewusstsein. Dass nicht alles leicht fällt und sich Erfolg unter Umständen erst nach einem Umweg über den Misserfolg einstellt, dass Durchhaltevermögen entwickelt werden muss, dass Hinfallen und wieder Aufstehen gelernt werden wollen, soll in der Schule erfahrbar sein. Dass die Lehrerinnen und Lehrer für die Hilfestellung beim „Aufstehen“ da sind, ist eine Selbstverständlichkeit. In diesem Zusammenhang spielt die Hinführung zur Selbstständigkeit eine entscheidende Rolle: Selbstständigkeit im fachlichen und fachübergreifenden Arbeiten, Selbstständigkeit aber auch im Hinblick auf die Entwicklung der Persönlichkeit und der Sozialkompetenz. Mit dem Abitur wollen wir starke und unabhängige Persönlichkeiten „ins Leben“ verabschieden.

4.    Die lebendige Gestaltung des Schullebens ist uns wichtig, denn Schule ist mehr als Unterricht, Schule ist Lern- und Lebensort. Als solcher kann er nur begriffen werden, wenn man sich mit ihm identifiziert, und das heißt, wenn man sich hier zu Hause fühlt und seinen Teil dazu beiträgt, die Schule zu gestalten. Über den Unterricht hinaus geschieht das in zahlreichen Arbeitsgemeinschaften und musisch-künstlerischen Aktivitäten. Durch die Umsetzung eigener Ideen und das eigenständige Darstellen und Gestalten gewinnt der Mensch innere Ausgeglichenheit und Kraft. Intensive Musikerziehung zum Beispiel wirkt sich positiv auf die Konzentrationsfähigkeit und das soziale Verhalten von Kindern aus, und künstlerisches Schaffen setzt die schöpferischen Kräfte des Menschen in besonderem Maße frei. Unser „Theater am Thomaeum“, zum Beispiel, leistet hier Vorbildliches. Natürlich hat auch der Sport große Bedeutung, und zwar sowohl im Hinblick auf die Gesundheit als auch bezüglich einer Erziehung zu partnerschaftlichem Miteinander und fairem Konkurrenzverhalten.

5.  Das Thomaeum ist seinen Schülern und Eltern Rechenschaft schuldig. Umgekehrt gilt, dass Eltern ihre Verantwortung nicht am Eingangstor zur Schule abgeben. Mit Recht stellen Eltern und Schüler hohe Qualitätsansprüche an die Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schule. Diesen Ansprüchen gerecht zu werden, ist unser Bestreben. Gleichzeitig möchten wir in Erinnerung rufen, dass Eltern die erste Instanz der Erziehung sind, dass die Familie der erste Ort für Bildung ist. Wir streben eine enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Eltern an, damit wir optimale Bedingungen für die Förderung der Kinder und Jugendlichen schaffen können. Gegenseitige Wertschätzung erachten wir als Voraussetzung für den konstruktiven Dialog.

Nach PISA dreht sich die Bildungsdebatte mehr denn je um Begriffe wie „Wettbewerbsfähigkeit“, „Schlüsselqualifikationen“ und „Humankapital“. Oft geht es im Kern um wirtschaftlich verwertbare Kompetenzen, die uns befähigen,  andere ökonomisch zu schlagen. Das Thomaeum bejaht Wettbewerbsfähigkeit und Qualitätskontrolle, wir kümmern uns um Verbesserung von Unterricht, und Leistung ist uns wichtig. Dennoch halten wir all dies für zweitrangig, denn nur wenn wir unsere Kinder gut erziehen und ihnen emotionale Sicherheit geben, werden sie belastbar und bildungsfähig, und dann stellt sich Leistungsfähigkeit als unvermeidliches Nebenprodukt ein. Die Kinder und Jugendlichen in einem umfassenden Sinn „stark“ zu machen, ist unsere gemeinsame und erste Aufgabe. Stark machen können wir sie nur, wenn es uns interessiert, wie es in ihrem Inneren aussieht, wenn auch Sinnfragen thematisiert werden, wie zum Beispiel im Religions- und Philosophieunterricht.

Unsere schwierige Aufgabe gehen wir mit Freude an, denn das Leben mit Kindern ist schön.

Gudrun Vetter-Rehkämper, stellvertretende Schulleiterin                         Edmund Kaum, Schulleiter