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Nachlese: "Big Fish"

Beitrag vom 04.04.2017


Big Fish - Motivation und Thema

 

„It was a perfect tale…!“

 

So endet das Musical „Big Fish“! Mit den Tönen endete auch die diesjährige Musical Produktion des Theater am Thomaeum mit der Musical-AG. Es war eine riesige Produktion - 150 Kostüme, über 60 Mitwirkende vor und hinter der Bühne - rundum ein Riesenerfolg! Ich gratuliere allen Beteiligten zu 4 ausverkauften und rundum gelungenen Veranstaltungen!

 

Ich bin selbst in Louisiana aufgewachsen, zwar nicht in Alabama, aber dennoch im Süden der USA. Diese Geschichten vom „Großen Fisch“ kenne ich aus meiner eigenen Kindheit nur all zu gut. Es war Tradition an jedem Wochenende mit meinem Großvater loszuziehen und angeln zu gehen. Im Sumpf von Louisiana haben wir dann allerdings oft eher Alligatoren als Fische  gefunden! Meine Motivation dieses Musical auszusuchen liegt gerade in dieser Verbindung zu meiner eigenen Geschichte. Bevor es Internet und Handys gab, gab es Geschichten. Diese wurden von Freunden, von Nachbarn und Verwandten erzählt, viele wunderbare Legenden, die sich um meine Heimat drehten. 

 

Ich kenne auch die letzte Szene des Musicals sehr gut, im Herbst des vergangenen Jahres hatte ich das große Glück kurzfristig in die Südstaaten zurückkehren zu können und meinen eigenen Großvater noch für ein paar Tage pflegen zu dürfen. Viele Nachmittage verbrachten wir zusammen - ich glaube, ich habe selten so viele alte Western geschaut wie in diesen Tagen! Auch war es spannend, alte Postkarten zu lesen - vor allem auch alte Bilder zu sehen mit Menschen darauf, die ich nicht mal kannte und die dazugehörigen Geschichten erzählt zu bekommen. Es war die eigene Historie, die mir da geschenkt wurde - die Verbindung zwischen Vater und Sohn und Großvater, das Weiterreichen von Erfahrungen und Werten - genau das, was in diesem Musical so fabelhaft durch Musik und Erzählung vermittelt werden soll. 

 

„Big Fish oder Der Zauber, der ein Leben zur Legende macht“, ist eine Tragikomödie des US-amerikanischen Regisseurs Tim Burton aus dem Jahre 2003, verfasst nach dem gleichnamigen Roman von Daniel Wallace. Es wird in vielen Rückblenden das Leben Edward Blooms nacherzählt, Kernthema ist jedoch der Konflikt zwischen dem Fabulierer Edward und seinem eher nüchternen Sohn William. Vieles, was Edward erzählt, ist für William sehr verwirrend - was ist Realität? Was ist Imagination? Für William ist zunächst klar, dass sein Vater ein Hochstapler sein muss. Doch als er dessen fantastischen Geschichten auf den Grund geht, findet er in seinem Vater doch einen Helden. Wird es Will am Ende gelingen, die Welt durch die Augen seines Vaters zu sehen?

 

Unsere Produktion des Musicals ist eine Uraufführung für Schulen in Deutschland. Das Werk „Big Fish“ war bislang nur in einigen wenigen Theatern in Deutschland überhaupt zu sehen. Am Broadway feierte das Stück von John August und Andrew Lippa große Erfolge - lassen Sie sich mitreißen in eine farbenträchtige Tragikomödie über den Zauber des Erzählens - gespielt, gesungen und getanzt von den wunderbaren Schülerinnen und Schülern des Theater am Thomaeum!

 

Und erlauben Sie mir bereits an dieser Stelle einen kurzen Hinweis: Die nächste Produktion des Theater am Thomaeum ist das Schauspiel „Zero“ von Peter Reul - aufgeführt von der Theater-AG, Regie: David Nethen. Die Vorstellungen finden am Freitag, den 13. Mai und Samstag, den 14. Mai jeweils um 19:30 in der Aula des Thomaeums statt. Karten gibt es ab Dienstag den 2. Mai im Vorverkauf.

 

Ihr

David Nethen

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